SATzentrale - Installation DiSEqC Drehanlage -
Installation einer DiSEqC 1.2 Drehanlage
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Die Suche nach den Satelliten.
Satelliten, die in unmittelbarer Nähe unserer abgespeicherten
Position liegen, werden mit nahezu 100%er Sicherheit auch zu empfangen sein.
Aber wie es mit den äußeren Positionen sein wird, hängt davon ab, wie genau wir
die Ausrichtung vorgenommen haben. Deshalb wird es jetzt besonders spannend,
wenn wir den Motor auf die westlichste bzw. östlichste Satposition fahren, die
wir empfangen wollen. Die Einstellung erfolgt nun über die Fernbedienung des
Receivers. Die Signalqualität überprüfen wir, wie oben beschrieben. Dabei
empfehlen wir die Schritt für Schritt Methode. Das bedeutet: Schritt für Schritt
die Satellitenbahn abfahren und die Anlage einrichten. Am besten fangen wir mit
28° Ost und 1° West an. Wir schalten auf ein TV-Programm, welches auf der
Position 1° West liegt. Wer keine Settings in den Digitalreceiver eingespeichert
hat, muss nun einen Transponder auf dieser Position manuell eingeben. Wir fahren
den Motor in Richtung Westen. Sobald wir ein Signal erhalten, versuchen wir dies
mittels der Signalstärkeanzeige am Receiver das Optimum zu erzielen. Die
Position wird im Receiver gespeichert. Die Nase des Motorzapfens sollte nun bei
ca. 16° West auf der Motorgradskala liegen. Der Motor wird nun in Richtung Osten
bewegt. Wir wollen hier schauen, ob wir die 2. Astraposition (28,2°Ost)
empfangen können. Wir gehen genauso wie oben beschrieben vor. Nur hier zeigt die
Nase des Motorzapfens auf ca. 15,8° Ost. Diese manuelle Positionssuche erfolgt
nun auch für die Satelliten auf 36° Ost und 15° West, 42° Ost und 22° West sowie
60° Ost und 30° West.
Dabei sind diese Ergebnisse möglich: Der Empfang ist optimal, da
unsere Einstellungen sehr sorgfältig waren. Wir können uns daran machen, alle
restlichen Positionen ebenfalls abzuspeichern.

(Bild 1)
Der Empfang ist schlecht, wir erhalten eine Signalverbesserung,
durch sanften Aufwärtsbewegen der Antenne für den östlichen Satelliten und
sanftes Abwärtsbeugen der Antenne für den westlichen Satelliten.
Abhilfe: wir korrigieren die Ausrichtung der Anlage, indem der Motor
samt Antenne gegen den Uhrzeigersinn (links nach Osten) gedreht wird. Danach
muss die Astra Position neu abgespeichert werden, ebenso wie die östlichste und
westlichste. Durch erneutes Auf und Abwärtsbeugen kontrollieren wir, ob eine
weitere Signalverbesserung erfolgt. Je nach Ergebnis wiederholen wir den obigen
Vorgang, bis der Empfang für alle 3 Positionen optimal ist.
(Bild 2)
Der Empfang ist schlecht, wir erhalten eine Signalverbesserung,
durch sanftes Abwärtsbeugen der Antenne für den östlichsten Satelliten und
sanftes Aufwärtsbeugen für den westlichsten Satelliten.
Abhilfe: wir korrigieren die Ausrichtung der Anlage, indem der Motor
samt Antenne ein wenig im Uhrzeigersinn (rechts nach Westen) gedreht wird .
Danach muss die Astra Position neu abgespeichert werden, ebenso wie die
östlichste und westliche. Durch erneutes Auf-/Abwärtsbeugen kontrollieren wir,
ob eine weitere Signalverbesserung erfolgt. Je noch Ergebnis wiederholen wir den
obigen Vorgang, bis der Empfang für alle 3 Positionen optimal ist.
(Bild 3)
Der Empfang ist schlecht, wir erhalten eine Signalverbesserung,
durch sanftes Aufwärtsbeugen der Antenne für den östlichsten und den westlichen
Satelliten. Abhilfe: Wir korrigieren die Ausrichtung der Anlage, indem wir den
Elevationswinkel am Motor vergrößern (nach oben) und am Satspiegel verkleinern
(nach unten), bis für alle 3 Positionen der Empfang optimal ist.
(Bild 4)
Der Empfang ist schlecht, wir erhalten eine Signalverbesserung,
durch sanftes Abwärtsbeugen der Antenne für den östlichsten und den westlichen
Satelliten
Abhilfe: Wir korrigieren die Ausrichtung der Anlage, indem wir den
Elevationswinkel am Motor verkleinern (nach unten) und am Satspiegel ein wenig
vergrößern (noch oben), bis für alle 3 Positionen der Empfang optimal ist.
Nun ist die östlichste, die westlichste und Astra als relativ
zentrale Satposition erfasst, und wir können endlich bequem vom Zimmer aus alle
anderen Satelliten dazwischen ansteuern, abspeichern und mit den
Programmsuchlauf beginnen.
Leider ist diese Form der manuellen Suche und
Abspeicherung sehr mühselig. Ein hoch auf alle, die da einen
Digitalreceiver besitzen, welcher das Neue DiSEqC 1.3 Verfahren
-besser bekannt als USALS- beherrschen. Mittels dieser Software aus
dem Hause Stab, wird nach der Eingabe der Wohnortdaten, der Satellit
maschinell angefahren. Das Programm errechnet sich aus den
Wohnortdaten die Motorgradangabe für den Satelliten selbst aus und
fährt den Motor auf diese Position. Ein korrekt eingestellter
Satspiegel ist aber auch hier notwendig.
Ein Tipp: Beim Einstellen der Drehanlage sollten wir uns zunächst
nicht nach den Satelliten auf 26° Ost (Arabasat) und 7° West (Nilesat) verleiden
lassen. Diese beiden Satpositionen sind mit teilweise nur größeren Antennen in
Deutschland vollständig zu empfangen. In der Praxis war die beste Zeit von ca.
10:00 Uhr bis 14:00 Uhr für die Einrichtung einer Drehanlage.
Die bekannten Fehlerquellen.
1.) Falsch festgezogene Schrauben am Motor verursachen ein
Durchbiegen der Mastschellen, so dass der Motor ungleichmäßig am Mast angebracht
ist. Mit bloßem Auge leider schwer erkennbar.
2.) Bäume, Berge oder das Haus des Nachbarn, die den Weg
versperren. Das Wohnhaus können wir schlecht beseitigen, aber ein höherer
Antennenmast bringt oftmals Abhilfe
3.) Verbogene Gewindestangen oder eine gebrochene
Elevationshalterung am Motor. Leider sind die Gewindestangen nicht sehr stabil.
Oft brechen sie beim festziehen der Mutter ab oder das Gewinde wird abgenutzt.
4.) Ungerade Masten. Hier kann auch ein korrekt eingestellter
Motor die Satellitenbahnen nicht abfahren.
5.) Der Motor selber hat Spielraum. Bei Massenproduktionen kommt
es häufig vor, das der Rotorstab nicht fest montiert ist.
6.) Eine schwere Satellitenantenne. Das Zahnradgetriebe im Motor
kann die Last nicht tragen und bricht. Achten Sie daher beim Kauf auf die
Werksangaben. Wie groß und wie schwer darf die Satellitenantenne sein.
7.) Das Wetter. Quellwolken oder gar Regen bzw. Schnee bringen
nur Frust.
8.) Die Ungeduld. Die Installation kann manchen die Nerven
rauben.
Wer auch das C-Band empfangen möchte, der benötigt
schon Antennen ab 180 cm aufwärts. Die DiSEqC 1.2 Motoren können
derzeit nur Antennen bis max. 125 cm ein Spezialmotor bis 150 cm
drehen. Für größere Antennen sollte man auf 36 Volt H2H Motoren oder
Aktuatoren ausweichen. Übrigens: Irgendwo ab 4 m Durchmesser endet
im C-Band der DX-Gedanke, da spricht man dann auch hier meist nur
noch vom "fernsehen".
Damit sie das nicht alles ausdrucken und aufschreiben müssen, habe
ich Ihnen einen kleinen Notizzettel mit allen wichtigen
Aufbaudetails zusammengestellt: >>
NOTIZZETTEL <<
Und nun wünsche ich Ihnen viel Spaß beim "neuen" Fernsehgenuss
und verlieren Sie nicht den Mut, wenn es am Anfang nicht sofort funktioniert.
Weiterverbreitung nicht ohne Genehmigung !
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