SATzentrale - Installation USALS Drehanlage -
Installation einer Drehanlage mit USALS
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Die Suche nach den Satelliten.
Satelliten, die in unmittelbarer Nähe unserer Astra-Position
liegen, werden mit nahezu 100%er Sicherheit auch zu empfangen sein.
Dazu gehen Sie wieder in das USALS Menü des Receivers und wählen
den gewünschten neuen Satelliten aus. Danach wie schon beim ersten Mal die "Goto
the Position" anwählen.

Wie sieht der Empfang der anderen Satelliten aus, wenn wir den
Motor auf die westlichste bzw. östlichste Satposition fahren? Hierzu wird immer
im USALS-Menü der gewünschte Satellit angewählt. Dabei empfehlen wir die Schritt
für Schritt Methode. Das bedeutet: Schritt für Schritt die Satellitenbahn
abfahren und die Anlage einrichten. Am besten fangen wir mit 28° Ost und 1° West
an. Wir schalten auf ein TV-Programm, welches auf der Position 1° West liegt.
Wer keine Settings in den Digitalreceiver eingespeichert hat, muss nun einen
Transponder auf dieser Position manuell eingeben. Wir fahren den Motor in
Richtung 1° W (Intelsat). Überprüfen Sie hier, ob ein Signal in der
Signalanzeige des Receivers anliegt. Nun wollen wir schauen, ob wir die 2.
Astraposition (28,2°Ost) empfangen können. Wir gehen genauso wie oben
beschrieben vor. Schreiben sie sich am besten die Pegel/Qualitätsanzeige für
jeden Satelliten auf. Dies tun sie für folgende Satelliten: 36° Ost und 15°
West, 42° Ost und 22° West sowie 60° Ost und 30° West.
Dabei sind diese Ergebnisse möglich: Der Empfang ist optimal, da
unsere Einstellungen sehr sorgfältig waren. Wir können uns daran machen, alle
Transponder der empfangbaren Satelliten einlesen zu lassen.

(Bild 1)
Der Empfang ist schlecht, wir erhalten eine Signalverbesserung,
durch sanften Aufwärtsbewegen der Antenne für den östlichen Satelliten und
sanftes Abwärtsbeugen der Antenne für den westlichen Satelliten.
Abhilfe: wir korrigieren die Ausrichtung der Anlage, indem der Motor
samt Antenne gegen den Uhrzeigersinn (links nach Osten) gedreht wird. Danach
muss die Astra Position neu abgespeichert werden, ebenso wie die östlichste und
westlichste. Durch erneutes Auf und Abwärtsbeugen kontrollieren wir, ob eine
weitere Signalverbesserung erfolgt. Je nach Ergebnis wiederholen wir den obigen
Vorgang, bis der Empfang für alle 3 Positionen optimal ist.
(Bild 2)
Der Empfang ist schlecht, wir erhalten eine Signalverbesserung,
durch sanftes Abwärtsbeugen der Antenne für den östlichsten Satelliten und
sanftes Aufwärtsbeugen für den westlichsten Satelliten.
Abhilfe: wir korrigieren die Ausrichtung der Anlage, indem der Motor
samt Antenne ein wenig im Uhrzeigersinn (rechts nach Westen) gedreht wird .
Danach muss die Astra Position neu abgespeichert werden, ebenso wie die
östlichste und westliche. Durch erneutes Auf-/Abwärtsbeugen kontrollieren wir,
ob eine weitere Signalverbesserung erfolgt. Je noch Ergebnis wiederholen wir den
obigen Vorgang, bis der Empfang für alle 3 Positionen optimal ist.
(Bild 3)
Der Empfang ist schlecht, wir erhalten eine Signalverbesserung,
durch sanftes Aufwärtsbeugen der Antenne für den östlichsten und den westlichen
Satelliten. Abhilfe: Wir korrigieren die Ausrichtung der Anlage, indem wir den
Elevationswinkel am Motor vergrößern (nach oben) und am Satspiegel verkleinern
(nach unten), bis für alle 3 Positionen der Empfang optimal ist.
(Bild 4)
Der Empfang ist schlecht, wir erhalten eine Signalverbesserung,
durch sanftes Abwärtsbeugen der Antenne für den östlichsten und den westlichen
Satelliten
Abhilfe: Wir korrigieren die Ausrichtung der Anlage, indem wir den
Elevationswinkel am Motor verkleinern (nach unten) und am Satspiegel ein wenig
vergrößern (noch oben), bis für alle 3 Positionen der Empfang optimal ist.
Nun ist die östlichste, die westlichste und Astra
als relativ zentrale Satposition erfasst, und wir können endlich
bequem vom Zimmer aus alle anderen Satelliten ansteuern und mit den
Programmsuchlauf beginnen.
Ein Tipp: Beim Einstellen der Drehanlage sollten wir uns zunächst
nicht nach den Satelliten auf 26° Ost (Arabasat) und 7° West (Nilesat) verleiden
lassen. Diese beiden Satpositionen sind mit teilweise sehr großen Antennen in
Deutschland vollständig zu empfangen. In der Praxis war die beste Zeit von ca.
10:00 Uhr bis 14:00 Uhr für die Einrichtung einer Drehanlage.
Die bekannten Fehlerquellen.
1.) Falsch festgezogene Schrauben am Motor verursachen ein
Durchbiegen der Mastschellen, so dass der Motor ungleichmäßig am Mast angebracht
ist. Mit bloßem Auge leider schwer erkennbar.
2.) Bäume, Berge oder das Haus des Nachbarn, die den Weg
versperren. Das Wohnhaus können wir schlecht beseitigen, aber ein höherer
Antennenmast bringt oftmals Abhilfe
3.) Verbogene Gewindestangen oder eine gebrochene
Elevationshalterung am Motor. Leider sind die Gewindestangen nicht sehr stabil.
Oft brechen sie beim festziehen der Mutter ab oder das Gewinde wird abgenutzt.
4.) Ungerade Masten. Hier kann auch ein korrekt eingestellter
Motor die Satellitenbahnen nicht abfahren.
5.) Der Motor selber hat Spielraum. Bei Massenproduktionen kommt
es häufig vor, das der Rotorstab nicht fest montiert ist.
6.) Eine schwere Satellitenantenne. Das Zahnradgetriebe im Motor
kann die Last nicht tragen und bricht. Achten Sie daher beim Kauf auf die
Werksangaben. Wie groß und wie schwer darf die Satellitenantenne sein.
7.) Das Wetter. Quellwolken oder gar Regen bzw. Schnee bringen
nur Frust.
8.) Die Ungeduld. Die Installation kann manchen die Nerven
rauben.
9.) Der Motor kann den Befehl Goto x nicht verstehen und ist
nicht USALS geeignet (sehr alte Modelle)
10.) Der Receiver dreht den Motor nicht. Hier half meist ein
Werksreset am Receiver
Damit sie das nicht alles ausdrucken und aufschreiben
müssen, habe ich Ihnen einen kleinen Notizzettel mit allen wichtigen
Aufbaudetails zusammengestellt: >>
NOTIZZETTEL <<
Und nun wünsche ich Ihnen viel Spaß beim "neuen" Fernsehgenuss
und verlieren Sie nicht den Mut, wenn es am Anfang nicht sofort funktioniert.
Weiterverbreitung nicht ohne Genehmigung !
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